Freitag, 26. Mai 2017

Filme: Gifted, Episode 8 (Attack on Titans), Kado - The right Answer

Gifted (need movie):

https://www.youtube.com/watch?v=hqTSKqBCdf0

very impressive, despite the genius remarks

The complicated relationship between an uncle and his daughter. http://www.imdb.com/title/tt4481414/

I, honestly, shed some tears.


Attack on Titan (Episode 1) - Introduction of Eren, Mikasa, Eren's father, and others



Attack on Titan (Episode 8) - Major Plot Twist

Impressive

Inhalt: http://www.mangareader.

so

net/shingeki-no-kyojin/34


Kado - The right Answer
gibt uns Kado the right answer. Ein Anime, der angeblich gefeiert werde.
there are not many plottwists, and unfortunately all is a bit superficial.
Enttäuschend.

Source: animefreak tv  

Montag, 16. Januar 2017

Filmempfehlungen

http://9gag.com/gag/axg8rpn?ref=fbp

Dienstag, 10. Januar 2017

Anime Empfehlungen, die besten Filme 2016, 2015, Golden Globe 2016

From A new World: http://www.crunchyroll.com/shin-sekai-yori-from-the-new-world/episode-3-the-false-minoshiro-611575

http://www.esquire.com/entertainment/movies/a47757/best-movies-to-watch-2016/

Golden Globe 2016
http://www.zeit.de/kultur/film/2017-01/los-angeles-golden-globes-la-la-land-toni-erdmann

best Films 2015
https://www.youtube.com/watch?v=nGSfaMxCu-U

Donnerstag, 29. September 2016

Briefe

Lonely Passenger

Allein im Abteil, hin und wieder ein unfreundlicher Schaffner. Die Station, an der ich hätte aussteigen sollen, lange hinter mir. Sitzte am Fenster, die Zeit zieht an mir vorbei wie die Landschaft. Ich reise allein.

Pessimism

Schlechten Gedanken reisen immer wie Zugvögel zum besseren Leben. Sie kommen mit leeren Gefühlen zurück und kreisen über dir wie Aasgeier. Du bist Beute, die kurz davor ist zu verenden.

Whispering Souls

Das Herz flüstert sich mit dem Wind in die Ferne und spricht eine andere Sprache. Pflicht ist wohl doch eine Tugend, denn es verlangt viel, sich nicht von den Bergen zu stürzen.

Friendship 

Wir sollten in Kneipen wohl eher die fröhlicheren Lieder anstimmen. Ich bin überwältigt von der Tatsache, nie einen wirklichen Freund gefunden zu haben.

Freundschaft, hier geht es wohl nur um das Spiel der Herausforderung. Als könnten Lehrer und Schüler oder Schüler und Trainer noch einmal die Welt herausfordern.

Lonely Passenger

Es rollt ein Zug in die Zukunft, aus dem nach und nach alle Passagiere ausgestiegen sind, weil die Landschaft karger und die Blumen seltener werden. Es ist wie eine Reise durch Sibirien, wo tagelang nur Birkenwälder am kalten Fenster vorbeirauschen. Der Denker versinkt in seiner Denkfalte, wo nur er reinpasst. Er sitzt im Zug mit seinem Ticket, seinem Stipendium und spielt doch nur Solitär. Dann hin und wieder wird er von unfreundlichen Schaffnern kontrolliert, obwohl er eigentlich schon längst hätte aussteigen sollen.

Theories 

Die Anwendung liegt mir so tief in meinem Herzen, dass ich die Theorieblasen, die an den Horizonten der eigenen Endlichkeit zerplatzen, gerne von mir wegpuste. Doch aber zwingt mich der Weltdruck zurück an den Schreibtisch.

She asked me whether I take her literally 

Du fragst also, ob du mich zu wörtlich nimmst und ich würde dich darum bitten, mich noch wörtlicher zu nehmen, denn diese Bilder wären noch viel spannender als meine gemütlichen Abende vor der schwachen Historie vergangener Ideen und dem Rauschen des Heizlüfters.

Videogames

Ich würde mein Leben durchaus gegen ein Leben als stereotype Abenteuerfigur im Videospiel eintauschen. Ich wäre doch auch gerne der Akademiker mit Peitsche und Hut. Das einzige, was ich stattdessen bisher geschafft habe, war ein Komik in China zu synchronisieren. Mein Name ist Yaku.


Du erkennst aber, die Ohren kommen mir nicht abhanden. Die Melancholie (und es ist nicht einmal Depression, da mich meine Begeisterung stets davon abhält) gibt doch stets Orientierung. Du musst wissen, die schlechten Gedanken reisen immer wie Zugvögel zum besseren Leben und das gibt dem Leben den letzten Grund vor dem Abhang. Das Herz flüstert sich mit dem Wind in die Ferne und spricht eine andere Sprache. Pflicht ist wohl doch eine Tugend und die Kunst ist nicht groß, sich doch nicht von den Bergen zu stürzen.> >
> > Mach dir keine Gedanken um meine Abgründe, ich bin eher Hypochonder, der die Privatnummer seiner Doktorin hat und schnell anruft. Ich war immer skeptisch gegenüber den Psychoanalytikern, vor allem wenn sie sagten: "Ja, sie würde ich sehr gerne therapieren." Gehen neuerdings etwa zu viele Bauarbeiter in die Sprechstunde?
> >
> > Derweil glaube ich, dass dich Soziologie nur an die statistischen Punkte herangeführt hätte und nicht die sozialen Grenzen in den Mittelpunkt hätte rücken können. Wollen wir denn wirklich ein ganzes Forscherleben über Scheidungszahlen publizieren? Da wäre der Weg noch gangbar, wenn die junge Wissenschaftlerin nur genug Ehrgeiz hat, sich am Messer der Langeweile zu schneiden. Das Risiko der qualitativen Soziologie ist im Gegensatz ein schleimiger Weg. Ich schätze dich aber so ein, dass dich dies nicht interessiert.
> >
> > Zur Wirklichkeitspacht, die du ansprichst, muss ich nur sagen, dass ich kein Interesse an einem unbebaubaren Stück Acker habe. Im Vergleich zu den großen Ideen ist diese Welt auch viel zu teuer. Einer verkauft schon ein Stück seiner Seele, wenn er glaubt, das Glück lasse sich aus dem Staub der Phänomene dieser Wirklichkeit formen. Alles zerbröselt in unerfüllten Gefühlen und das Herz pocht nur hinter denn Gitterstäben, die es nicht versteht. Da vibriert ein Kolibri in dir, da schießen die Hormone durch die Nieren, aber alles bleibt nur Wunsch. Vielleicht ertragen daher andere die gepachtete Wirklichkeit nur mit Prostitutierten. Ach und wer die Wirklichkeit pachtet, will auch bald schon Vieh auf die Weide treiben. Der dunkle Unterton deiner Aussage ist für mich ganz richtig. Ich arbeite derweil jeden Tag die Wirklichkeit zu verstehen und habe gleichsam wohl einen Ansatz endlich endliches Wissen zu beschreiben: Ein Wissen das nicht gierig nach der Absolutheit ringt, aber auch nicht alles im zynischen Zorn zu Relativismus zerreißt. Ja, tatsächlich glaube ich dem Skeptizismus wie dem Tod und Teufel zugleich von der Schippe gesprungen zu sein.
> >
> > "Aber viellicht ist ja genau das, was die „Wirklichkeit“ ausmacht – eben dass sie von jedem individuell wahrgenommen wird, obwohl sie objektiv in irgendeinder Form für alle existiert. Sie kann also von jedem bewusst oder unbewusst so gestaltet werden, wie sie ihm gefällt. Das Problem entsteht vielleicht dort, wo versucht wird einem anderen seine eigene Wirklichkeit aufzuzwängen, oder dort wo man versucht, sie jemand anderem komplett vorzuenthalten."
> >
> > Ich denke, das ist genau richtig: Die Gedanken müssten nur den systematischen Aspekt an sich entdecken.
> >
> > "Ich kenne das Gefühl zu „schauspielern“, besonders wenn ich es mit einem bestimmten Kreis von Menschen zu tun habe, wie ich es durch meinen „Job“ in letzter Zeit desöfteren habe. Es ist jedoch ein Spiel, das in diesem Fall gespielt werden „muss“ und bei dem sich jeder bereitwillig an die Spielregeln hält, da eine andere Form der Kommunikation aufgrund der oberflächlichen Bekanntschaft kaum anders zu handhaben wäre. Aber auch ich fühle mich in diesen Fällen mehr als unwohl."
> >
> > Welchen Job meinst du?
> >
> > "Ich bin Doktorandin und habe mich der Wissenschaft verschrieben. Genauer gesagt der Vergangenheit... Etwas was mich auf der einen Seite sehr ausfüllt – ich liebe es über die Vergangenheit zu lernen, neue Aspekte am „Alten“ zu gewinnen und auch aus ihr zu lernen.
> > > Zu meinem Leidwesen habe ich dabei einen Weg gewählt, der mich dazu zwingt sehr viel mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten. Etwas, was mir persönlich nicht gerade leicht fällt, da ich eigentlich auch eher der Typ „stilles-Kämmerlein“ bin, zumindest was mein Studierverhalten betrifft. Allerdings sehe ich gerade darin eine große Herausvorderung, der ich mich gerne stellen möchte, um an ihr zu wachsen."
> >
> > Das sind Wege, die uns auch zu uns selbst verstellen. Wir müssen sie gehen.
> >
> > Verzeih, ich bin schlecht Dinge zu erfragen, aber ich suche immer sehr genau nach den Dingen, die ich lerne und ich höre so vieles, es taucht dann stets in mir auf, in allem, was ich tue, wie aus einem inneren See der Vergangenheit. Ich würde tatsächlich gerne mehr wissen und im Schauspiel wäre ich auch mit besonderer Sorgsamkeit gut. Ich bin sehr gut im sozialen Spiel, habe viele Freunde, aber wenn ich Dinge ernsthaft aus tiefer Überzeugung schreibe, dann misslingt es mir stets. Könntest du etwas von dir erzählen?
> > >
> > > So, und was genau hat dich nun nach Pittsburgh verschlagen?
> > >
> > >
> > > > Ich hatte häufiger Besuch von Xena, die mich anschrieb. Ich fand es schon immer merkwürdig, dass es so wenig gelingt, jemand selbst zu sein und wir uns dann in die Verkleidungen stürzen, um jemand anderes zu sein. Ich joggte einst durch den Wald und mir kam jemand entgegen, der das Schild trug "Ich bin unsichtbar". Vielleicht haben Rollenspiele ja etwas für sich. Aber nein, du hast Recht, das Wikingerdasein habe ich noch nicht für mich entdeckt (vielleicht wenn ich in Rente bin) und Xena wusste ich - wie du vielleicht den Wikingern auch - niemals recht zu antworten.
> > > >
> > > > Weißt du, es ist ein wenig einsam in den Gedankenwänden geworden. Ich habe dieses Jahr aufgehört, Menschen zu treffen, weil ich im Grunde genommen nur noch lernen will und mit den ständigen Gesprächen, die so weit weg von der Literatur sind, nicht klar komme. Ich spüre jedesmal wenn mein Hippocampus wächst und wie sich Gefühle und Gedanken zu einem größeren Selbst zusammenschweißen. Ich habe mich daher auf mein Zimmer zurückgezogen und lasse nachts nur noch das Licht brennen, starre auf diesen Bildschirm. Dann bin ich wahrscheinlich der größte Langweiler der Welt, denn meine einzigen Kontakte sind die Menschen vom Schachclub. Die wollen, dass ich in ihrem Team spiele, da ich tatsächlich durch ständiges Alleinsein einer der stärksten Spieler hier bin. Sie sehen nicht, dass mich eigentlich nur die Meisterschaft interessiert und ich jedesmal ablehnen muss. Sie sagen ich wäre wie Splinter von den Turtles, da ich immer nur komme, um zu trainieren und niemals antrete. Sie verstehen nicht wofür.
> > > >
> > > > Ich will etwas wie Kunst machen, musste aber entdecken, dass die meisten Menschen nicht die gleiche Sehnsucht teilen. Das wirkliche Leben kommt mir daher manchmal abhanden und ich verliere mich ganz in Gedanken. Nein, ich wäre glücklicher, würde ich schlichtweg rausgehen. Ich kann sozial sehr kompetent wirken, Esprit und Witz, manchmal auch Charme, aber das ist wie ein Wikingerkostüm, gespielt. Spielen glücklich zu sein, finde ich unehrlich. Umso schöner ist es, dass du tatsächlich noch die Wirklichkeit in meinen Schnipseln finden kannst. Die Zerissenheit der Wirklichkeit lässt sich mit keinem sozialen Kleber zusammenhalten.
> > > >
> > > > Oh und nun so viel Pessimismus in meinen Worten, so kann es doch nur besser kommen, als wir erwarten. Haben die schönen Menschen nicht ein ehrliches Interesse an der Kunst? Ich frage das dich. Wie die Schwachen immer nur vom sozialen Ausgleich träumen, so kann doch nur der Starke ohne Färbung moralisch dieses Gute wollen. Es ist ein wenig verachtend von mir, aber wenn sich das soziale Spiel durch Äußerlichkeiten so vereinfacht, dann muss doch in der Kunst weniger das Ego sein. Ach nein, ich glaube, ich täusche mich hier. Weißt du bei einer Freundin, die aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht, mischt sich Trauer, wenn die Schönheit mit ihr vergeht. Das Kostüm wechselt im Leben den Charakter und wird zu Gift.
> > > >
> > > > Darf ich fragen, was du arbeitest oder studierst?
> > > >
> > > > > Aber bitte, nicht doch entschuldigen! Wenn Profilbesuche etwas verwerfliches wären, hätte Metalflirt diese Option vermutlich nicht eingebaut. ;)
> > > > > Ganz im Gegenteil - auch ich freue mich zur Abwechlung mal Besuch von Herren (oder auch Damen) zu bekommen, die sich neben Wikinger spielen und Bier trinken ausnahmsweise auch für andere Dinge interessieren.
> > > > > Ich bin selbst nur noch sporadisch hier, seitdem ich mich vor etwa zehn Jahren hier angemeldet habe. Sei es nun aus Nostalgiegründen oder aus reiner Neugier...
> > > > > Nachrichten, die über ein „schöne Fotos!“ oder „toller Musikgeschmack“ hinausgehen sind ohnehin eine willkommene Seltenheit.
> > > > > Ich bin jedesmal wieder gerne auf deinem Profil hängen geblieben, weil mir gefällt was du schreibst und wie du es schreibst. Es löst in mir jedesmal eine Art von „Sich-selbst-darin-wiederfinden“ aus und bringt mich ausßerdem an manchen Stellen zum Lächeln. Du schaffst es unglaublich gut mit wenigen Worten Atmosphäre zu übermitteln und zum Nachdenken anzuregen.
> > > > > Trotzdem hätte ich dich vermutlich nicht aus eigenem Antrieb angeschrieben.
> > > > > Wie dem auch sei, vielen Dank für deinen Besuch und liebe Grüße nach Amerika!
> > > > >
> > > > >
> > > > > > Das magische Theater, wo wir durch Auslachen bestraft werden. Ein bisschen Hesse und James Joyce im Profil; Menschen mit Interessen sind selten zu finden.
> > > > > >
> > > > > > Deswegen muss einer einfach noch schreiben...
> > > > > >
> > > > > > Die vereinzelten Male, die ich hier bin, klicke ich durch die Besucher und immer auch auf dein Bild. Es kommen nicht viele hier vorbei, deswegen entschuldige...

Dienstag, 27. September 2016

A girl gets a new computer from a trump supporter, der neue Escher ist da

https://www.youtube.com/watch?v=E2QBA6-HTDs

der neue Escher: http://thecreatorsproject.vice.com/blog/a-modern-surrealist-painter-picks-up-where-dali-left-off?utm_source=tcpfbus

Sonntag, 28. August 2016

Die besten Episoden: Seinfeld, Star Trek, Lost

Star Trek - The most political shows: http://www.tor.com/2012/01/06/occupy-starfleet-10-politically-minded-trek-episodes-that-still-resonate/

Top 100 Episodes of all Time: http://io9.gizmodo.com/the-top-100-star-trek-episodes-of-all-time-1641565699

Best Lost episodes: http://www.indiewire.com/2014/09/lost-10th-anniversary-the-15-best-episodes-of-lost-69811/

Oscars - Deserved, Undeserved

https://www.youtube.com/watch?v=rNRpb_E0jPc

Schauspieler, die für den falschen Film den Oscar gewonnen haben: https://www.youtube.com/watch?v=Ovsgp2Poy7Q

Christian Bales - Extreme Körpertransformationen:

https://www.youtube.com/watch?v=BFroFRZM_Jo

Samstag, 30. Juli 2016

Filmlisten: Die Fahrraddiebe und andere Filme, Kino-Youtube-Channel-Empfehlung

Channel empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=NKHNk1zykyc

http://www.imdb.com/title/tt0040522/?pf_rd_m=A2FGELUUNOQJNL&pf_rd_p=2398042102&pf_rd_r=0WGFJVK0MAMPNE3TF7CV&pf_rd_s=center-1&pf_rd_t=15506&pf_rd_i=top&ref_=chttp_tt_91

zu niedrige IMDB-Ratings, interessante Filme?

https://www.youtube.com/watch?v=LB2I0IUm_N4

Die Yes-Man (Dokumentation): https://www.youtube.com/watch?v=AMWv3VY-4v8

Die besten Seinfeldepisoden:
http://www.vulture.com/2015/06/every-seinfeld-episode-ranked.html

Donnerstag, 28. Juli 2016

Star Wars Theorien, erste Rezension zu Star Wars

https://www.youtube.com/watch?v=nuyrOhxBVcU

Darth Plagueis: https://www.youtube.com/watch?v=njMtalVzHQA

Artikel, waurm Star Wars nicht erfolgreich sein werde: http://www.zeit.de/1978/07/die-grosse-leere

Fantheorien:

Luke shouldn't have destroyed the deathstar because it means a gigantic recession for the universe.
https://www.youtube.com/watch?v=s4Y3dlTDAxw

Dienstag, 26. Juli 2016

Dokumentation: Let's play

https://www.youtube.com/watch?v=UjZYMI1zB9s

Sonntag, 24. Juli 2016

Mann trifft einen Stamm... (interessante Doku)

https://www.youtube.com/watch?v=xd0I1xAICOc

Freitag, 15. Juli 2016

Versteckte Botschaften in Musik oder vom Primen



Unser Gehirn findet Muster und ein gutes Beispiel dafür findet sich in der folgenden Episode
https://www.youtube.com/watch?v=NCa_zXzXdp0

Das bedeutet, dass wir oftmals einer Fallacy aufsitzen.

You can find Satan everywhere.

https://www.youtube.com/watch?v=vJvRqiXcll4

Montag, 18. Januar 2016

Doc Brown in Zurück in die Zukunft

https://www.youtube.com/watch?v=dpUZWIwdp_E

1955 Marty

1984 Marty wants to get back to which year?



Song: Chuck Berry - Johnny Be Good, the first Rocksong ever?

Doc Brown is more powerful

Evidence: His parents are different people.

Marty can only exist, if his father made at the exact time love to his mother, otherwise another egg would have made it.

Evidence: Doc Brown is a different person in the consequent movies.

Doc captures different Marties from different timelines.

Poor Marty disappeared he just puts another Marty into the timeline.

So Doc Brown has manipulated many timelines into existence.

Sonntag, 10. Mai 2015

Wie groß ist der Mensch?

Was ich gerade mache? Ich schaue die neue Staffel von "True Detectives"
http://www.nowvideo.sx/video/0d86ca6b16f4c

Ich finde ja immer wieder faszinierend, was für ein Unfung im Neulandnetz begegnet. An den Grenzen des Erzählens erproben Milliarden Menschen das Absurde und doch mit dem Größenwahn schaffen sie Parabeln, die doch einen Bezug zu uns aufweisen. Das Übersteigen der menschlichen Grenzen ist das subversive Thema jedes Sports, das sich im Größenwahn dann doch gegen den Menschen selbst wendet. Größe basiert auf Minderwertigkeit.

 Mittlerweile bin ich ja zu einem großen Fan von Almost Daily avenciert und höre ihren Talk regelmäßig zum Einschlafen:

 Hier gibt es eine superbe Einführung in die größten Superhelden aller Zeiten.

Dienstag, 28. Oktober 2014

The Future of 2000

Der Post ist fortan hier zu finden.

Jedi assholes

Die Jedi-Arschlöcher sind unterwegs. Was würden wir nicht alles mit dem Ring des Gyges oder den verborgenenen Kräften der Macht machen? Sehr lustig!

https://www.youtube.com/results?search_query=obi+wans+death
 

Samstag, 25. Oktober 2014

Was ist die Kuckucksuhr der Moderne?

Die Kuckucksuhr der Moderne also. Ein Stück plastischer Zeit in meinem Heim. Könnte vielleicht, was für Weihnachten sein :) Fragt sich bloß noch, ob sich das auch mit den Picassos verträgt ;)
Armer Scherz beiseite, es sollen halt unsere Alltagsdinge revolutioniert werden, aber das Spektakel der ersten Tage würde sich dann wahrscheinlich bald zu meiner Lavalampe im Keller gesellen.



Meine Großeltern hatten diesen merkwürdigen Kuckkuck und ich frage mich im Nachhinein, warum sie sich so ein nerviges Wesen ins Zimmer setzten. Wer also fährt auf moderne Kuckucksuhren ab?

Cooles Bild: http://www.dailyfailcenter.com/385214

Freitag, 24. Oktober 2014

Der Mensch im Tier: Sind Hunde moralisch?

Ein Gastbeitrag von Norman Schultz

Hunde sind einfach und daher verlässlich. Der Katzenliebhaber betont daher immer die treudoofe Abhängigkeit der Hunde und preist die Vorzüge seines doch so listigen und unabhängigen Stubentigers. Tatsächlich die wenigen Erwartungen der Hunde an uns erleichtert unseren Umgang mit ihnen. Ich würde es aber anders als die Katzenliebhaber fassen: Katzen sind selten dankbar; Hunde hingegen verehren ihr Herrchen oder Frauchen wie ein überirdisches Wesen, das allein durch Anwesenheit den Segen auf die Erde zurückgebracht hat. Deswegen sind Hunde nicht doof, sondern sie haben eine Fähigkeit, die den gesamten Verstand überragt: Treue.

Hunde lieben aufrichtig und das ohne Wenn und Aber. Das ist keine treudoofe Hundeseele, sondern das ist Durchhaltevermögen. Während der Lebensgefährte leicht in seine eigenen Räume zu vertreiben ist oder gar ganz aus unserem Leben, weil wir mit unbedachten Worten Verletzungen aussprechen, so sind Hunde als Gefährten von einer Überzeugung beseelt, die so mancher Hundebesitzer einfach nicht verdient hat. Selbst ein geprügelter Hund verehrt und beschützt sein Herrchen. Allein schon die Anwesenheit eines Herrchens macht Hunde zufrieden. Egal wie wir sie behandeln, sie glauben an das Gute in uns und das zeigen sie uns auch ganz ungeniert.

Hunde und die ewige Liebe
Was die Weisheit der Hunde betrifft, können wir also vieles von ihnen lernen. Und das mehr als von einer Katze, die zwar auch geliebt, aber immer doch auch ihre eigene Lebensweise der Liebe vorzieht. Wenn eine Katze sich an uns schmiegt, dann weil sie dabei gestreichelt wird. Wenn ein Hund unsere Nähe sucht, dann weil er uns aufrichtig liebt.

Und ist diese Unerschütterbarkeit nicht schon eine Sinnlichkeit der Moral? Sind Hunde damit nicht eigentlich die göttlichen Wesen oder zumindest die göttlichen Freunde, die uns (mit ewiger Liebe und Freundschaft beseelt) zur Seite gestellt wurden und uns zeigen, was Moral eigentlich bedeutet?

Hunde sind also sinnlich liebende, denen kein Verstandesschluss die Liebe zu ihrem Herrchen zunichte machen wird. Aber ist diese Sinnlichkeit Moral? Klar ist selbst schon nach Kant, dass das moralische Gefühl nicht mehr dem Verstand zuzuorndnen ist, sondern in gewisser Hinsicht in der Welt der Sinnlichkeit verankert sein muss. Das heißt, wenn wir Gesetze einhalten, weil wir sonst erwischt werden, dann sind wir keineswegs moralisch, sondern nur schlau. Wenn wir aber Gesetze einhalten, weil wir aus einem Gefühl das Gesetz als solches achten, dann sind wir moralisch. Sollten dann Hunde nicht auch dieses Gefühl vor dem allgemeinen Gesetz der Moral empfinden können, denn sie sind doch so sinnlich in ihrer Liebe. Den Beweis mag der ein oder andere wohl hier entdecken:

Das Herrchen steht hier als Verinnerlichung der höchsten Autorität über dem Schuldigen (Hund!). Der Hund ist doch durchdrungen von dem Gewissen gegenüber der größten Freundschaft seines Lebens. Er hat enttäuscht und ist sich über die Falschheit seines Vergehens gegenüber seinem Herrchen bewusst. Aber ist das schon Moral?

Das Herrchen ist hier doch das Gewissen des Hundes und da heißt es immer: "Wenn das Gewissen ein Rotlicht ist, dann bemühen sich  die meisten, noch schnell bei Gelb über die Kreuzung zu kommen." So moralisch sind Hunde daher wohl nicht, da sie nicht aus ihrem eigenen Gewissen heraus agieren, sondern das Gewissen nur aus der Treue zu euch entsteht. Dennoch können wir von euren Hunden aber lernen, was zu jeder Moral dazu gehört: Treue.

Ein so genannter Rational-Choice-Theoritiker würde sich an dieser Stelle übrigens fragen: "Wie stark internalisiert der Hund die Herrchen-Moral, so dass er selbst bei unwahrscheinlicher Bestrafung dennoch moralisch handelt?" Nun das könnt ihr ja testen, indem ihr eine Packung Kekse auf den Boden legt, dem Hund sagt, er solle diese nicht essen und dann den Raum verlasst. Damit testet ihr aber nur die so genannte Internalisierung von Regeln. Moralisch wäre euer Hund, wenn er sich selbst Regeln auferlegen könnte, zum Beispiel aus freien Stücken fasten würde oder eben nicht um eurer Liebe willen richtig handeln wollte, sondern aus freien Stücken (um nach Kant zu sprechen: nur aus Achtung vor dem allgemeinen Gesetz).

Die Angst vor dem übermächtigen Rudelführer aber, der ihr seid, regiert den Hund und bevor es eng wird, macht er sich daher aus dem Staub:

Da fragt sich nun: Was ist wohl des Pudels Kern? Ist in eurem Hund mehr als diese Liebe und Anerkennung für euch? Ist dort vielleicht doch ein moralisches Gefühl? Es ist also die Frage: Sind Hunde moralisch oder nicht?

Dieser Artikel wurde im Auftrag von mir von Norman Schultz erstellt. Wenn ihr mehr über ihn wissen wollt, dann könnt ihr seine Seite Limits-of-human-Nature nachschlagen.

  Sich mitteilen, das heißt Sprechen, können sie ja anscheinend schon.

Können sie uns vielleicht auch Fliegen lehren?


Peter Pan würde hier womöglich neidisch werden. Vielleicht ist ja die Welt der Hunde gar nicht so verschieden von uns. Dann fragt sich allerdings wie wir die Welt noch als abgetrennt von uns behandeln könnten, womit wir letztlich das Feld der tierethischen Fragen eröffnen.

Ungeachtet dessen, sind Hunde natürlich auch sehr verschieden von uns, während wir in uns in den optischen Details verlieren, bestaunen Sonnenuntergänge, verlieren uns in Gemälden und bewundern das schöne. Während wir unsere Welt also als eine stark optische zusammenstricken. Können Hunde diese riechen. Es sogar ein Teelöffel Zucker in in zwei Olympiabecken voll Wasser entgehe nicht ihrem Richorgan .
Sie riechen, wenn wir fühlen. Fühlen wir erhöht sich leicht unser Puls und dieses bewirkt eine geringfügig höhere Transpiration über die Haut. Dem Hund erscheint dieses Ereignis als würden wir einen Ton hören, der sich minimal erhöht.
Aufgrund des guten Riechorgans werden Hunde daher mittlerweile zur Krebserkennung ausgebildet. Dass Hunde natürlich auch das Gras wachsen hören und vom Lachen der Schmetterlinge überzeugt sind, sind andere Leistungen ihrer eigenen Sinneswelt. http://www.wer-ist-fido.de/sinne.html







The Farmer and his Dog - A4
Wer ist menschlicher in seinem Verhalten? Das Tier oder der Mensch? Foto von h.koppdelaney

Montag, 20. Oktober 2014

Wölfe zurück

Wie sich Wölfe auf unsere Habitate auswirken:

https://www.youtube.com/watch?v=ysa5OBhXz-Q

Plötzlich grünt die Wildness, aber sind diese ökologischen Systeme wirklich so gewichtet, dass sie im Gleichgewicht bestehen?

Samstag, 18. Oktober 2014

Kehlmann Ruhm und warum lesen

Warum Romane lesen?


Jawohl, der Mann muss Zeit haben, der Mann liest Romane. In der Doktorandenhängematte des Akademikers verschlingt er nun die Batzen der Weltliteratur. Der Arme! Gebt ihm Arbeit!

Doch das Lesen hat auch andere Gründe. In diesem Artikel erläutere ich, warum Lesen in den Alltag und gar in die Abendroutine eingearbeitet sein sollte und welche Effekte vor allem Lesen auf uns haben. Am Ende gehe ich auf meine Abendroutine ein, die mit dem Lesen verknüpft sein soll. Zudem diskutiere ich am Ende Kehlmanns Roman Ruhm.

Kurz, die Effekte des Romanlesens
  • Schlafvorbereitung durch Entspannung beim Einfühlen in andere Personen
  • Ängste lösen
  • Erhöhung der Empathie
  • Erhöhung der verbalen Intelligenz
  • Allgemeine Persönlichkeitseffekte
  • Höhere Intelligenz
  • Vorbild für Kinder
  • Ansammeln von Erlebnissen
  • Glück!


Effekte des Lesen

Lesen hat viele Effekte. Vorlese-kinder zum Beispiel erzielen durchschnittlich einen besseren Notenschnitt als Nicht-Vorlese-Kinder (Studie Stern, Differenz von 0,4). Eine andere Studie von 2010 zeigt diesbezüglich auch, dass Schüler, die mehr lesen, auch eine generell bessere, geistige Kapazitäten haben, wobei interessanterweise dies auch bei Studienteilnehmern passierte, die mit ihren Eltern Filme schauten. Gleiches passierte jedoch nicht bei Kindern, die Fernsehen schauten. Ähnlich wie Romane verlangen Filme geistige Anstrengungen und Interpretation von uns, wobei die Anwesenheit von anderen, uns dazu bringt, die Filme auch wirklich empathisch nachzuvollziehen (Quelle: New York Times).

In weiteren Auswertungen (Cunningham, Stanovich)  im Hinblick auf die Intelligenz von Lesern im Vergleich zu Nicht-lesern heißt es, dass Lesen  generell über das direkte Ziel hinausgeht. Zwar lesen wir zumeist kleine Passagen, die für uns einen direkten Wert haben, nämlich den Informationsgewinn, jedoch haben die Passagen darüber hinaus Einfluss auf unsere Wortgewandtheit und unser Empathievermögen. Weil zum Beispiel Romane 50 Prozent mehr Worte als Prime-Time-Shows haben, kommt es durch dieses bestimmte Freizeitverhalten dazu, dass Kinder aus lese-orientierten Familien, selbst bei minimalen Differenzen im Leseverhalten bald höhere verbale Kompetenzen akkumulieren.

Was zählt ist daher nicht, dass das Lesen einmal passiert, sondern dass es ein einstudiertes Freizeitverhalten ist. Wörter, die gerade bei diesem Lesen aufgenommen werden, seien wichtig, um kritische Unterscheidungen zu treffen. Wörter, die für diese Fähigkeiten wichtig sind, treffen wir vor allem in Texten an und nicht in Fernsehshows. Die Studie führt daher an, dass vor allem der Leseumfang zu einem erheblichen Vorsprung vor anderen Kindern führt und bedeutet auch, dass die intellektuell Reichen schlichtweg reicher werden und die Dummen dumm bleiben, so sehr sie sich auch in der Schule anstrengen.

Im Weiteren wird in der Untersuchung angeführt, dass lebenslanges Lesen auch verhindert, dass kognitive Fähigkeiten im Alter stark nachlassen. Es geht also nicht nur um Kinder, die hier besonders im Fokus des Lernens stehen, sondern um alle Alltagsgruppen.

Diese Ergebnisse lassen sich meines Erachtens auf das Lernen von Sprachen erweitern (Hier mein Entwurfsartikel dazu). Das heißt, will ich eine Sprache lernen, sollte ich auch eher passives Wissen in dieser Sprache durch Romane aufnehmen.

Das Gehirn auf Romanen, der Einfluss auf unser Empathievermögen

Nach Studien aus den Jahren 2006-2009 weisen Leser langanhaltend mehr Empathie auf, wenn sie Romane lesen. Hierbei gaben die Forschern Lesern das Buch "Pompei" und verglichen es mit Lesern von Sachliteratur und Nichtlesern. Das bessere Abschneiden der Romanleser wurde auch beibehalten, als die Wissenschaftler die Hypothese ausschließen konnten, dass empathischere Menschen eher Romane lesen (Quelle: New York Times).

Nicht also, wie auf vielen Websites gepriesen, das Lesen von Sachliteratur macht uns schlauer, sondern das Lesen von persönlichen Geschichten. Sachliteratur konsumieren wir eher im Hinblick auf direkte Probleme, doch dabei kommt der Aspekt der sozialen Interaktion nicht zur Geltung.

Unterstützend wurde in weiteren Studie (Ritchie, Bates, Child Development 2014) herausgefunden, dass die frühe Lesefertigkeit auch später Effekte auf die allgemeine Intelligenz hat. Romane führen zu einer höheren Konnektivität im Gehirn (wenn ich die Studienergebnisse richtig verstehe: httStudie 2013: Short and Longterm Effects of a Novel on the Connectivity of the Brain. Lesen katapultiere den Leser im gewissen Sinne biologisch in die andere Person hinein.

Letzteres könnte auch auf einen Zusammenhang mit gutem Schlaf verweisen. Diese Verbindung zwischen Lesen und gutem Schlaf wird zwar immer wieder in Alltagsratgebern herausgehoben, allerdings konnte ich hierfür keine konkreten Studien finden konnte. Es könnte also auch ein Mythos sein. Es gibt allerdings Studien, die zu den Ergebnissen kommen, dass durch Lesen Ängste und Depressionen gemildert werden (Hier wird auf einige Studien dazu verwiesen). Da Depressionen und Ängste Dinge sind, die uns abends unter Umständen nicht schlafen lassen, gehe ich davon aus, dass Lesen auch den Schlaf verbessert.

Konsequenzen für meine Abendroutine

Aus diesen Gründen habe ich mich dazu entschieden, Lesen in meine Schlafroutine einzubauen, das heißt: Ich lese vor dem Schlafengehen mindestens 15 Minuten Romane. Dieses ist nach dem Prinzip der Mikrogewohnheiten, wonach ich nicht versuche viel zu erreichen, sondern mit einer minimalen Tätigkeit beginne und sich die Effekte später akkumulieren (Hier mein Artikel zu Mikrogewohnheiten).

Das hört sich wenig an, aber in den letzten 2 Monaten, habe ich "Der Schwarm" (1000 Seiten! Frank Schätzing), "Ruhm" (Kehlmann), "Verbrechen" und "Schuld" (Schierrach) und "Atemschaukel" (Müller) gelesen. Zudem habe ich in viele andere Romane reingelesen. Da kommt schon einiges zusammen.

Ich glaube auch, dass ich damit eine gute Abendroutine entwickelt habe, die meine Bettzeit-Prokrastination stark gemindert hat. Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass das Hineinfühlen in andere Personen auch dazu führt, dass ich mich generell glücklicher fühle. Intelligenzeffekte habe ich direkt noch nicht feststellen können (wie kann man das auch?), aber vielleicht entwickelt sich das ja noch.

Ich verzichte in meiner Abendroutine bewusst auf Sachbücher. Ich habe auch Biografien begonnen, aber wenn diese nicht in der Gestalt von Romanen daher kommen, ist der Genuss tatsächlich gering. Weltliteratur, das heißt, eine gewisse Poetik empfinde ich generell als stimulierender als banales Gelaber zwischen Charakteren wie in Frank Schätzings Schwarm (obwohl der Roman teilweise sehr faszinierend und zu empfehlen ist).

Um die Routine beizubehalten, werde ich in Zukunft viele der Romane zusammenfassen und reflektieren:

Daniel Kehlmann: Ruhm

Andere Identitäten

Es beginnt mit Ebling, der aufgrund eines technischen Defekts bei der Nummernvergabe seines Mobiltelefons in die Rolle des Schauspielers Ralf Tanners schlüpfen darf. Zumindest am Telefon durchlebt er Ausschnitte aus einem anderen Leben, einem wichtigeren Leben. 

Tanner selbst erfährt dabei die plötzliche Ablehnung seiner Geliebten (vielleicht bedingt durch Eblings Einmischung?). Er lebt sein Leben als Schauspieler immer unter dem Eindruck von der Öffentlichkeit beurteilt zu werden. So befällt ihn auch Scham, weil eine Szene mit seiner Geliebten bei Youtube ungewollt Verbreitung erfährt.

Aber vielleicht ist er auch gar nicht Tanner, sondern nur jemand, der gerne Tanner wäre, ein Doppelgänger oder eben jemand, der begonnen hat, sein Leben zu spielen.

Verzweifelt ein anderer Sein

Ein anderer sein, verzweifeln an unserer morbiden Begrenzung, in der Herzkammer eingeschlossen, hinübersehnsüchteln in das Sternenlicht, die andere Flamme, zu den Elementen der Träume und Wünsche, den Wünschen, die die Welt, die bessere Welt bedeuten. Dort ist der geliebte Mensch, der Stern, der wir gerne wären, die 1000 Leben, die nur einer lebt. Wir schauen hinüber und wir würden uns dort drüben gerne selbst lieben. Aber wir sind hier.

Unsere Wünsche brechen zur Unendlichkeit durch, wir multiplizieren uns mit ihnen in die Träume hinauf und doch schaffen sie diesen knöchernden Bruch, diesen Abstand zu uns. Wir sind abgeschnitten von unseren Träumen.

Kierkegaard  verstand uns von diesen "Gipfeln der Verzweiflung" her. Er schrieb:

"verzweifelt man selbst seinwollen, verzweifelt nicht man selbst sein wollen" (Zitat = interessanter Artikel über Kierkegaard aus der Zeit).


Es gibt keinen Ausweg, keine Tür, kein Exit, keinen Fluchtweg aus der Verzweiflung und wer nicht verzweifelt sei, der wisse es nur noch nicht.

Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" befasst sich mit dieser Verdoppelung oder Multiplikation des menschlichen Lebens und der Verzweiflung am eigenen Leben. Es sind wir in verschiedenen Geschichten. Wir, die verschiedene Geschichten in Geschichten über Geschichten von uns erzählen oder die über uns erzählt werden:
"'Ich wußte, du machst das mit mir. Ich wußte, ich komme in eine deiner Geschichten! Genau das wollte ich nicht!'
'Wir sind immer in Geschichten.' Er zog an der Zigarette, der Glutpunkt leuchtete rot auf, dann senkte er sie und blies Rauch in die warme Luft. 'Geschichten in Geschichten in Geschichten'" (201)
Wie einst Sartre in "Der Ekel" ist diese Geschichtlichkeit der nervöse Punkt unserer Existenz, eine wunde Stelle, die wir immer wieder aufkratzen. Wir erzählen immer wieder andere Geschichten über andere und über uns, die Lüge macht das Leben hin und wieder erträglicher. Sartre beschrieb es ähnlich:
Ein Mann geht eine Straße hinunter, doch als Leser halten wir inne: Dies ist der Held. Romane erzählen sich von ihrem Ende her und wir wissen, es wird etwas passieren. Nur für uns da gibt es keine Zielstellung, keine große Wende, wir sind kaum Helden des eigenen Lebens. Wir gehen nur eine Straße hinunter.
Kehlmann schlussfolgert daher durch seine Romanfiguren hindurch:

"Ein Roman ohne Hauptfigur!"


Vielleicht zu ambitioniert, wenn acht Geschichten in lockerer, distanzierter Sprache verzahnt werden, dann  geraten die Charaktere streckenweise zu fernen Sätzen, die an der Innerlichkeit wie ferne Züge vorbeirauschen. Es sind komponierte Elemente, Elemente von Wünschen, die wie alles Formale wenig Wirklichkeit haben.

Hier und dort verzahnen sich die Geschichten. Jene Kunstgriffe versucht Kehlmann durch Selbstironie zu verschleiern, indem er als Erzähler in einen literaturtheoretischen Dialog mit seinen Hauptfiguren übergeht. Auch indem er einen Moralschriftsteller sich selbst richten lässt. Doch ist dies die Verlegenheit des Autors?

Womöglich ist es der wirkliche Kitsch des Lebens.

Dann geht eine Frau in Transnistien verloren oder irgendwo, wo eine andere Zivilisation sie allein lässt.

Dann kommentiert ein anderer manisch in Foren und vergisst sich dabei selbst.

Wiederum ein anderer versucht, sich in zwei Familien als Mann zu behaupten. Vielleicht weil er nicht weiß, wer er ist?

Eine andere Frau versucht, sich das Leben zu nehmen und fragt den Erzähler, warum ihre Geschichte gerade derart erzählt wird.

Es sind viele Doppelleben, die die Menschen in Geschichten von Geschichten führen:
"Weil ein Mensch vieles sein will. Im wörtlichen Sinn. Er will viel sein. Vielfältig. Möchte mehrere Leben."(187)

Wo also ist die Einheit des Selbst, dieser Ichkerns, der durch uns hindurch besteht und uns wie ein Atom zusammenhält, uns zu einem Menschen macht, der träumt? Das vielköpfige Biest (Platon, Politea Buch XIII) ist die Grundlage unserer Wünsche, doch Einheit der Vernunft findet sich in diesem Roman nicht, sondern ist nur eine ironische Spitze, die alle Seifenblasenträume zerplatzen lässt.

Ein guter Audio-Ausschnitt, wenn auch ein schlechterer des Buches, hier:

http://www.literaturport.de/index.php?id=28&no_cache=1&tid=341

Soviel also vorerst zum Thema Lesen. Hier noch meine Leseliste:

Romane aktuell:


  • Atemschaukel, 
  • Sophie Welt (vielleicht zu nahe an meiner Profession?)


Kürzlich abgeschlossen:  


  • Der Schwarm (Frank Schätzing)


Sachliteratur


  • The-4-Hour-Chef (Timothy Ferriss)


Biographie (kann ich die als Romane gelten lassen?)


  • Salinger - Biografie
  • Bergsteigerbuch


Philosophie (beruflich), aktuell:

  • Habermas: Wahrheit und Rechtfertigung
  • James Swindal: A case for Agent Causation (Mein Professor)
  • Diverse Bücher von Brandom
  • Hegel: Wissenschaft der Logik
  • Aristoteles: Metaphysik, Über die Seele, Physik, Nikomachische Ethik
  • Platon: Der Staat
  • Empiricus Sextus